GC-Prevue

Das Programm

Downloaden Sie das Programm "GC-PREVUE" hier direkt von unserer Webseite und kopieren Sie es in einem Ordner nach Wunsch auf Ihre Festplatte.

gc prevue
GC-PREVUE für Windows 95/98/NT (V7.0) gcpvuw70.exe / 3.016 KByte

Installation und Start

Leiterplattten BestellungGC-PrevueStarten Sie die Installation durch einen Doppelklick auf "gcpvuw70.exe".
Sie werden daraufhin nach dem Ordner gefragt in dem die einzelnen Dateien, die zum Programm gehören, kopiert werden sollen. Hierzu empfehlen wir den gleichen Ordner anzugeben. Haben Sie den Ordner ausgewählt und auf "Unzip" gedrückt, wird das Programm automatisch auf Ihrem Rechner installiert. Über den Windows-Startknopf und dann über "Programme" können Sie "GC-PREVUE" aufrufen und starten.

Es gibt zwei Gerber-Formate

Standard-Format: "RS-274-D"

Es benötigt stets die Aperture-List (D-Code Tabelle).Um ein RS-274-D Format mit GC-Prevue einlesen zu können muss die Aperture-List gegebenenfalls umgeschrieben werden. Öffnen Sie bitte die (D-Code Tabelle) mit einem Texteditor. Hier die originale Blendetabelle:

Das Original Nr1:
Pos Drl R90 Code Type Dimen
1 T0 1 D12 Round 0.00400"
2 T0 1 D13 Round 0.00600"
3 T0 1 D14 Round 0.00800"
4 T0 1 D15 Round 0.01000"
5 T0 1 D16 Round 0.01200"
6 T0 1 D112 Square 0.00400"
7 T0 1 D113 Octagon 0.00500 "
8 T0 1 D114 Rectangle 0.00300"x0.0200"

Nach dem Umschreiben der Tabelle mit dem Editor sollte sie so aussehen:
D12 round 0.00400"
D13 round 0.00600"
D14 round 0.00800"
D15 round 0.01000"
D16 round 0.01200"
D112 square 0.00400"
D113 oblong 0.00500"
D114 rectangle 0.00300"x0.00200"

Das Original Nr2:
Photo-Plotter Apertures Report
===================================
Position Width Hgt/ID Shape Qty
===================================
12 7 0 RND 30
19 80 0 RND 2
43 206.85 0 RND 2
44 170 0 RND 1
45 90 0 SQR 3
46 50 90 RECT 8
50 110 50 OVAL 1
53 74 0 OVAL 7

Nach dem Umschreiben der Tabelle mit dem Editor sollte sie so aussehen:
D12 round 7.000 mil
D19 round 80.000 mil
D43 round 206.850 mil
D44 round 170.000
D45 square 90.000 mil
D46 rectabgle 50.000 mil x 90.000 mil
D50 oblong 110.000 mil x 50.000 mil
D53 octagon 74.000 mil


Wichtig!
Achten Sie bitte auf die Abstände und auf die richtigen Bezeichnungen der jeweiligen Blenden. Steht z.B. im Original "Oval" müssen Sie es umändern in "oblong". Weitere umzuändernde Bezeichner entnehmen Sie bitte dieser Tabelle:

OVAL umändern nach oblong
RND umändern nach round
SQR umändern nach square
RECT umändern nach rectangle
OCT umändern nach ocatgon

Bitte achten Sie beim Ändern Ihrer Gerber-Daten auch darauf:

  • Am Anfang jeder Zeile darf kein Leerzeichen stehen
  • Verwenden Sie stets kleine Buchstaben bzw. Zahlen (keine Großbuchstaben)
  • Der Blendencode (wie z.B. "D12", "D19", "D43" aus "Das Original Nr2") muss direkt am Anfang der jeweiligen Zeile stehen
  • Zwischen jedem Blendentabellen-Wert muss ein Leerzeichen stehen

Nur auf diese Weise ist es gewährleistet, dass die Tabelle von GC-Prevue ohne Fehler eingelesen werden kann!

Extended-Gerber: "RS-274-X"

In diesem Format ist die Aperture-List (D-Code Tabelle) bereits integriert. Hier ein Beispiel:
G04 Filename: TEST RS274-X.GBX *
G04 This file contains layer(s): *
G04 Layer 2: BS *
%FSLAX34Y34*%
G04 Units: mm *
%MOMM*%
G71*
%SFA1.00000B1.00000*%
%OFA0.00000B0.00000*%
G75*
%AD*%
G04 D15 (position 6 of NAMENLOS):0.20320 Round *
%ADD15C,0.20320*%
G04 D17 (position 7 of NAMENLOS):1.52400 Round *
%ADD17C,1.52400*%
G04 D20 (position 9 of NAMENLOS):0.71120X1.29540 Rectangle *
%ADD20R,0.71120X1.29540*%
G04 D21 (position 10 of NAMENLOS):1.29540X0.71120 Rectangle *
%ADD21R,1.29540X0.71120*%
G04 D22 (position 11 of NAMENLOS):0.81280 Square *
%ADD22R,0.81280X0.81280*%
G04 D28 (position 13 of NAMENLOS):1.27000 Square *
%ADD28R,1.27000X1.27000*%
G04 D37 (position 17 of NAMENLOS):0.68580 Round *
%ADD37C,0.68580*%
%IPPOS*%
G04 Layer 2: BS *
%LN(02)BS*%
%LPD*%
X0Y0D02*
D15*
X816934Y3037315D02*
X778834D01*
X756609Y3053190D02*
X778834D01*
Y3037315*
X797833Y3053190D02*
X791534D01*
usw.

Im Allgemeinen ist die Verwendung von "Extended-Gerber" einfacher und daher zu bevorzugen, da hier ja bereits die nötige Aperture-Liste in die jeweilige Gerber-Datei integriert ist. Es vereinfacht das Einlesen der Gerberdaten in "GC-PREVUE". Deshalb sollten Sie besser dieses Datenformat von Ihrem Layoutprogramm ausgegeben lassen.

Erste Schritte (die Bedienung von GC-Prevue):

Nachdem Sie "GC-PREVUE" gestartet haben, öffnet sich automatisch das Fenster "Layer List".
sls bild 01

Drücken Sie dann auf die Schaltfläche "Drill Racks" unten rechts im Hauptfenster des Programms
sls bild 02

In dem nun geöffneten Fenster "Drill Racks" drücken Sie auf die Schaltfläche "r01". Es öffnet sich das Fenster "UNTITLED" in dem Sie nach der Anzahl von durchkontaktierten Werkzeugen gefragt werden.
sls bild 03

In unserem Beispiel hier haben wir fünf verschiedene Bohrdurchmesser. Über die Schaltfläche "Units" können Sie gemäß Ihren Unterlagen die Bohrdurchmesser von "inch" auf "mm" verändern.
sls bild 04

Um die Eingaben abzuschliessen drücken Sie nun im Fenster "UNTITLED" auf "OK" und dann im Fenster "Drill Racks" auf den "Close"-Button. Damit ist die Werkzeugliste fertig erstellt.

 

Weiter geht es nun im Fenster "Layer List". Drücken Sie auf die kleine Schaltfläche ">"
sls bild 05

Es öffnet sich nun das Dateiauswahl-Fenster "Select Files". Wählen Sie jetzt Ihre Dateien aus. Hierbei ist die Reihenfolge der ausgewählten Dateien sehr wichtig, da sie die Lage der einzelnen Layer bestimmt und mit einer falschen Reihenfolge die Darstellung innerhalb des Programms "GC-PREVUE" sehr verwirrend ist. D.h., die Datei die Sie als erstes auswählen wird auch an erste Stelle in "GC-PREVUE" stehen. In unserem Beispiel haben wir sechs Dateien in der Reihenfolge beginnend mit "dk.nc", "ndk.nc", "bs.gbx", "ls.gbx", "bse.gbx" und "lse.gbx", jeweils mit gedrückter "STRG"-Taste und der linken Maustaste nacheinander markiert. Drücken Sie nun auf "OK" um die Liste der ausgewählten Dateien in die "Layer List" einzuladen.
sls bild 06

In den Feldern der Spalte "List" muss von "a01" auf "r01" für durchkontaktierte Werkzeuge bzw. von "a01" auf "r02" für die nicht durchkontaktierten Werkzeuge gewechselt werden. Dies kann jeweils entweder manuell (direktes Eintippen in die Felder) oder über die Pull-Down-Menüs geschehen.
Beim BS (Top Layer) im Feld der Spalte "List" wird "a01" eingestellt und für jede weitere Lage muss in diesem Feld fortlaufend eine aufsteigende Nummer vergeben werden um für jede dieser Lagen auch die richtige Blendetabelle erstellen zu können. Z.B. (Bottom Layer) "a02", (Top Stop) "a03", usw...
sls bild 07

Anschließend klicken Sie im oberen linken Programm-Menü "File" auf den Menüpunkt "Load Layers". Die Bohrdateien "dk.nc" und "ndk.nc" (in unserem Beispiel) werden mit "Drill" eingeladen. Wählen Sie dazu im Fenster "Data type" den Typ "Drill" aus und klicken Sie dann auf "OK".
sls bild 08

Es erscheint das Fenster "Load Drill data". In unserem Beispiel haben wir zwei Dateien "dk.nc" und "ndk.nc". Wir können die Dateien einzeln oder auch zusammen (Layer 1-2) einladen. Steht im Feld "Layers" eine "1" bedeutet das, dass der erste Layer "dk.nc" eingeladen werden soll. Steht in diesem Feld "1,2" oder "1-2" werden beide Dateien automatisch eingeladen.
Im Feld "Format" (wenn Sie die Bohrdaten im "Sieb&Meier-1000"-Format vorliegen haben) laden Sie die Daten mit "SM-1000.PDF" ein. Dann bestätigen Sie es mit der "OK"-Schaltfläche.
Haben Sie die Bohrdaten im "Sieb&Meier3000"-Format muss im Feld "Format" die "SM-3000.PDF" Datei stehen.
Haben Sie die Bohrdaten im "Excellon"-Format, muss im Feld "Format" die "EXCELLON-NC.PDF" Datei stehen.
sls bild 09

Download der PDF-Dateien:

(jeweils gepackt in ZIP-Datei)

  • SM-1000.PDF
  • SM-3000.PDF
  • EXCELLON-NC.PDF

Entsprechend zu der beschriebenen Verfahrensweise für die Drilldaten sind nun die Gerberfiles einzulesen. Als Datentyp verwenden Sie "Gerber".
sls bild 10

Nach einem Mausklick auf "OK" sollten Sie nun Ihre Leiterplatte in der Grafik angezeigt bekommen. Hier können Sie das Projekt nochmals genau überprüfen.
sls bild 11

Abschluss:

Auf der rechten, mittleren Seite des Bildschirmes unter "Layer Status" können Sie jeden einzelnen Layer ansehen, indem Sie von "v" (View) auf "h" (Hide) wechseln.

Unzureichende Lagenbezeichnungen bei den Gerberdaten machen es oft unmöglich, die einzelnen Lagen richtig zuzuordnen (z.B. Bauteil- und Lötseite könnten vertauscht werden, etc...).

Bitte achten Sie auf die richtige Reihenfolge und Bezeichnung der einzelnen Layer.

Kennzeichnen Sie hier am besten die einzelnen Lagen, in dem Sie z.B. für Top- und Bottomlayer die Kürzel "BS" (für Bauteilseite) und "LS" (für Lötseite) benutzen.

Die Änderungen können Sie bequem im Feld "Layer List" unter der Spalte "File Name/Comment" für die entsprechenden Lagen vornehmen.
sls bild 12

Falls Sie die Anordnung der Lagen noch mal verändern möchten, dann können Sie dies mit dem Befehl "F9" vornehmen, z.B. die Anordnung der Lagen bei einer doppelseitigen Platine.

Wenn Sie die Überprüfung und Bearbeitung abgeschlossen haben, drücken Sie "F6" oder klicken Sie in der oberen Menüleiste auf den Eintrag "File" und dann "Save All". Benennen Sie die Datei gemäß Ihrer Projektbezeichnung um - verwenden Sie hierzu nach Möglichkeit maximal 8 Zeichen.

Diese so gespeicherte Datei (*.gwk) können Sie uns nun per E-Mail zusenden.

Ihre Gerberdaten werden nicht benötigt.

Kürzel Erläuterung

Kürzel                    
Erläuterung
NDK Nicht durchkontaktierte Bohrungen (falls vorhanden)
BS oder CMP Layout Bestückungsseite (Top Layer)
LS oder SOL Layout Löseite (Bottom Layer)
BSE oder STC Lötstopplack Bestückungsseite (Top Stop)
LSE oder STS Lötstopplack Lötseite (Bottom Stop)
BSD oder PLC Bestückungsdruck Bestückungsseite
LSD oder SLC Bestückungsdruck Lötseite
BS-PA Pastenmaske Bestückungsseite
LS-PA Pastenmaske Lötseite
Kontur Konturlayer (dort auch die durch- oder nichtdurchkontaktierte Ausfräsungen angeben)

oder auch beispielsweise bei einem 6-Lagen Multilayer:

Kürzel                     Erläuterung
DK Durchkontaktierte Bohrungen
NDK Nichtdurchkontaktierte Bohrungen (falls vorhanden)
BS oder CMP Layout Bestückungsseite (Top Layer)
BSE oder SOL Lötstopplack Bestückungsseite (Top Stop)
L2 Innenlage L2
L3 Innenlage L3
L4 Innenlage L4
L5 Innenlage L5
LS Layout Lötseite (Bottom Layer)
LSE oder STS Lötstopplack Lötseite (Bottom Stop)
BSD oder PLC Bestückungsdruck Bestückungsseite
LSD oder SLC Bestückungsdruck Lötseite
BS-PA Pastenmaske Bestückungsseite
LS-PA Pastenmaske Lötseite
Kontur Konturlayer (dort auch die durch- oder nichtdurchkontaktierte Ausfräsungen angeben)